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Hinterfragen

Was habe ich im Studium gelernt? Das alles hinterfragt werden muss. Alles, was man liest, sieht oder hört.

Die Bildungpolitik ist als erstes zu hinterfragen. Bildungsministerin Schavan meinte zu den Ergebnissen einer Studie, die noch nicht veröffentlicht wurde, von der aber durchgesickert ist, 18.000 Schüler hätten wegen der Studiengebühren von einem Studium Abstand genommen, die Bafög-Sätze seinen angehoben worden und die Finanzierung des Studiums sei sichergestellt.

Das ist eine gleich doppelte Lüge:

Zum einen wurden die Bafög-Sätze und die entsprechenden Einkommensfreibeträge erst seit diesem Semester angehoben, zum anderen reicht das Bafög nicht aus, um sein Studium zu finanzieren, wenn man als Student Studiengebühren tragen muss.

Und die Zinssätze der KfW für Studienkredite waren in letzter Zeit  wohl eher eine Rabattversion der entsprechenden Kredite auf dem freien Markt, als eine wirkliche Alternative. Die leidige Argumentation, in den USA oder in Großbritannien seine die Gebühren noch höher, führt zu nichts, weil in Deutschland das Studium längst nicht garantiert, dass man eine gut bezahlte Stelle findet - in den USA bedeuten hohe Gebühren, dass die Universität etwas auf sich hält und das zu Recht, weil die Chancen auf eine Führungsposition mit sehr gutem Gehalt in der Regel mit der Qualität der Universität steigen. Zudem gibt es in den USA ein stark ausgebautes System von Stipendien - in Deutschland scheint in den letzten Jahren etwas Bewegung in dieses träge Gebiet der Studienfinanzierung gekommen zu sein, es reicht aber noch bei weitem nicht aus, um die Verschuldung von Studenten als Investition erscheinen zu lassen. Am besten wäre es, man redet nicht darüber. Man schweigt über die Studienbedingungen, über die Studienfinanzierung und die gesellschaftliche Wertschätzung von Akademikern. Man hinterfragt für sich, ganz privat. Ich mache nach dem Studium das, was ich in meinem Fach Volkswirtschaftslehre gelernt habe und das im Fachjargon "voting by foot" heißt: Ich wandere aus.

22.10.08 12:58


Einbürgerungstest

Was soll man dazu sagen? Wieso müssen Ausländer, die aus privaten Gründen nach Deutschland gezogen sind und sich aus persönlichen Gründen mit diesem Land wie auch immer verbunden fühlen, wieso müssen diese Ausländer jetzt einen Test bestehen, der Fragen beinhaltet, die vermutlich die meisten gebürtigen deutschen Staatsbürger nicht beantworten könnten?

Rassismus? Auf jeden Fall ist das eine Diskrimminierung von Ausländern, die vielfach nicht nur nicht integriert werden, weil das hier nicht gewollt ist, sondern die auch mehrheitlich materiell einen schweren Stand haben. Diese müssen jetzt nicht nur ihr Leben in Deutschland irgendwie finanzieren, nein: Jetzt muss auch noch die finanzielle Hürde des Vorbereitungskurses genommen werden. Ist das ein Schritt in Richtung Integration? Nein, das ist Diskrimminierung und schürrt weitere Vorbehalte der deutschen Bevölkerung gegen Ausländer.

12.6.08 23:37


Wie reich ist Deutschland?

Eine erstaunliche Diskussion, wie sie von Politikern und Medien in Deutschland zur Zeit geführt wird: Nach der Veröffentlichung des Armuts- und Reichtums-Berichts der Bundesregierung scheint es fast so zu sein, als würden in Deutschland die Menschen auf der Straße sterben! Eigentlich müssten doch Menschen in vielen anderen Ländern die Worte fehlen, wenn sie Diskussion hier verfolgen.

Hier einige Beispiele für den Luxus, der Menschen in Deutschland zu Gute kommt:

 In wie vielen Ländern auf der Welt befassen sich Ökonomen mit der Frage, ob es nicht möglich wäre, den Bürgern ein bedingungsloses Grundeinkommen zukommen zu lassen?

In wie vielen Ländern sind Bahnhöfe barrierefrei?

In wie vielen Ländern senken sich die Busse ab, wenn ältere Mitbürger ohne Rollstuhlfahrer ein- und aussteigen können?

In wie vielen Ländern haben so viele Menschen ein Auto, ein Handy, einen Fernseher, einen Computer?

In wie vielen Ländern geben Menschen weniger als 20% ihres Einkommens für Lebensmittel aus?

 Es mag sein, dass es auch hier ungerechte Zustände gibt. Ich kann das aus meiner Perspektive schlecht beurteilen. Aber ich finde die Diskussion beschähmend, in der man eine Armutsgrenze
bei einem Einkommen von 781 Euro pro Monat definiert, während Millionen Menschen von weniger als 1 Dollar pro Tag leben!

21.5.08 20:35


Keine Ferien ist zu wenig

Eigentlich schreibe ich das nur, um mich vom Lernen abzulenken. In diesen Ferien hatten meine Frau und ich keine Ferien. Prüfungen und Klausuren. Und die Vorlesungen beginnen wieder...

Ich brauche bald Urlaub!

28.3.08 22:49


Das Semester geht weiter

Das ist schon ironisch, wenn mein letzter Eintrag hier zu Semsterbeginn veröffentlicht wurde... Ab morgen geht es in den Endspurt. Eine paar Klausuren, die Arbeit zur Zwischenprüfung, mündliche Prüfungen in zwei Sprachen, achso: ein Referat und zehn Interviews in einem Seminar zur Umfrageforschung. Muss ich noch mehr schreiben? Und wenn man auf Bachlor studiert, soll das Studium noch straffer organisiert sein - bin ich froh, dass ich noch einen Magisterstudiengang erwischt habe.

Und das Paradoxe an der Situation ist, dass die viele Arbeit mir eigentlich gut tut. Ich freue mich auf die Seminare und das Lernen. Ein bisschen klüger fühle ich mich nach diesem Semester schon, denke ich. 

6.1.08 21:27


Semesterbeginn

Und täglich grüßt das Murmeltier... das Semester hat wieder angefangen und ist bereits sogar eine ganze Woche alt. Die Skripte türmen sich schon auf dem Schreibtisch, der Terminplan ist gefüllt mit Referats-, Klausur- und Hausarbeitenterminen. Ganz zu schweigen von dem, was noch nicht im Terminplaner steht: Termin für die Abgabe der Zwischenprüfungsarbeit, Termin für die zwei mündlichen Prüfungen, Termine für die studienbegleitenden Prüfungen des Hauptsstudiums. Noch Fragen? Gut.

Aber dennoch macht das Studium Spaß. Mit jedem Semester mehr. Man kennt seine Universität, weiß wo was läuft, welcher Dozent gut ist, welchen man meiden sollte (Namen nenne ich nicht). Außerdem beginnen jetzt erst die Lernleistungen sichtbar zu werden, langsam, unsicher. Und manchmal Frage ich mich, wie ich ein gestiegenes Abstraktiosvermögen im Beruf später anwenden soll.

20.10.07 07:52


Die Göttinger Staats- und Universitätsbibliothek

Die Göttinger Staats- und Universitätsbibliothek oder kurz SUB ist die schönste Einrichtung, die ich mir für ein angenehmens Lernen und Studieren überhaupt nur vorstellen kann. Ruhe, meistens ein freier Arbeitsplatz, überall Steckdosen für den Laptop, ein kabelloses Netz für den Zugang zum Internet, Schließfächer, angenehme Temperatur, viele Bücher um mich herum, Teppichboden, so dass man seine Schuhe ausziehen kann, ohne dass die Füße frieren müssten. Eine gute Ausstattung mit Büchern und die überall herrschende Sauberkeit sind ebenfalls hervorzuheben. Ich würde mir noch Fahrstühle für die Kellergewölbe wünschen (aber so schlimm ist das Laufen zu Fuß auch nicht, ich bin ja noch jung). Bequemere Stühle wären auch nicht schlecht (Leder-Chefsessel zum Beispiel). Angesichts der trotz dieser Verbesserungsvorschläge sehr guten Bedingungen bin ich froh, dass die SUB bei der letzten Indizierung der Bibliotheken den ersten Platz belegen konnte. Wenn es Argumente für ein Studium in Göttingen gibt, dann steht diese Bibliothek in der Argumentenliste ganz vorne. Habe ich die Öffnungszeiten erwähnt? In der Woche von 7.00 bis 1.00 Uhr (nachts!) und Samstags und Sonntags von 9.00 bis 21.00 Uhr? Was kann man sich mehr wünschen?
25.7.07 16:17


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