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Ostern

Ostern ist ein ungewöhnliches Fest. Es ist eigentlich der gößte Grund zur Freude für einen Christen, an die Auferstehung Jesu zu denken. Auf der anderen Seite aber ist Weihnachten, das Gedenken an die Geburt Christi wesentlich freudiger, fröhlicher. Ostern, wenn es nicht als Geschenke-Fest gefeiert wird, ist anders. Ostern würde ich als ein Fest mit mehr Pathos bezeichnen. Es ist gehobener. Und ich empfinde es als ein sehr ruhiges Fest. Auch beruhigend wirkt es. Gerade, weil Ostern mit dem Gedenken an die Auferstehung Jesu von den Toten an die Nichtigkeit so mancher aufgeblähter Probleme erinnert. Ostern führt mir vor Augen, dass nicht alles, was ich hier erlebe so bedeutsam ist, wie ich es mir zunächst ausmale. Es erinnert mich daran, dass Jesus gelitten hat, als Mensch, Schmerzen ertragen hat, gedemütigt wurde und dass er sich in seiner Göttlichkeit dazu selbst entschlossen hat. Ostern reflektiert also nicht nur die Tatsache der Befreiung der Menschen vom Tod, sondern es ist auch Reflexion der Menschwerdung Jesu, die ich verstehe als eine Demonstration. Jesus hat gezeigt, dass die menschlich erfassbare Welt in einem gewissen Sinn nur als Übergang zu verstehen ist. Dabei hat er nicht von oben herab gehandelt, nicht übermächtig, sondern wie eine Mutter oder ein Vater seinem Kind, so hat es Jesu allen vorgemacht, er hat es als Beispiel vorgelebt. Er hat erklärt, dann gehandelt. Der Leidensweg Jesu ermuntert mich dazu, nicht zu verzweifeln vor sackgassenartigen Problemen, sondern über diese Probleme hinauszuschauen. Weil diese Probleme im Gesamtkontext des Lebens, auch und insbesonere des Teils, den wir erst nach dem Tod kennenlernen werden, nicht von entscheidender Bedeutung sein müssen. Das schmälert nicht Jesu Leiden, sondern verleiht ihm für mich persönlich eine andere Perspektive: Wir sind so wertvoll, dass Gott selbst Mensch geworden ist, Schmerz und Demütigung erlitten hat, um uns an die Hand zu nehmen und zu zeigen, dass das Leben hier nicht wie ein Ultimatum zu verstehen ist, sondern wie ein Weg, der am Ende nicht in eine Schlucht führt, sondern über eine Schlucht hinaus.

11.4.07 19:38





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